Üble Schlucht

Naturnah, wild-romantisch und ungezähmt: Die Üble Schlucht, die den Wasserlauf der Frutz auf einer Länge von einem halben Kilometer in die Felsschlucht einzwängt, beeindruckt bereits durch ihre natürliche Erhabenheit.

© RM Europaschutzgebiete

© RM Europaschutzgebiete

© RM Europaschutzgebiete

© RM Europaschutzgebiete

© RM Europaschutzgebiete

© RM Europaschutzgebiete

© RM Europaschutzgebiete

Auf den Berhängen der Üble Schlucht hat sich ein Bergahorn-Eschen-Schluchtwald entwickelt © RM Europaschutzgebiete

Totholz als wertvolles Biotop und Grundlage für vielfältiges neues Leben © RM Europaschutzgebiete

Mit der ungebändigten Kraft des Wassers hat sich der Fluss über Jahrtausende hinweg seinen Weg durchs Gestein gebahnt. Entstanden ist dadurch eine eindrucksvolle Schlucht, die im Bereich des Europaschutzgebietes noch weitgehend unberührt ist. Neben langsam und schnell fließenden Flussabschnitten haben sich auch Kolke ausgebildet, in denen oft Bachforellen beobachtet werden können.

Neben dem Fluss sind die schroffen Felswände der Schlucht ein eigener Lebensraum, der sich durch eine hoch spezialisierte Pflanzen- und Tierwelt auszeichnet. Durch das feucht-kühle Klima gedeihen an den Felswänden vor allem moos- und farnreiche Felsfluren. Nur eine besonders genügsame Pflanzenwelt kann sich unmittelbar auf diesen Kalkfelsen entwickeln.

Fakten

Fläche: 7,59 ha
Höhe: 615 – 812 m. ü. A.
Lage: im Laternsertal, unterhalb von Laterns-Thal
Natura 2000-Managementregion: Rheintal

Schutzgüter und weitere bemerkenswerte Arten

Die Schutzgüter des Gebietes sind besonders typische und seltene bzw. gefährdete Lebensräume und Arten, für deren Erhalt das Europaschutzgebiet nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ausgewiesen wurde. Einige dieser Schutzgüter wollen wir Ihnen vorstellen:

Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation

Felsen sind extreme Lebensräume: Wind und Niederschläge, Trockenheit und große Temperaturschwankungen machen den Pflanzen das Leben schwer. Aber natürlich gibt es Spezialisten, die diesen Bedingungen trotzen: Der Schweizer Mannsschild dringt mit seiner Pfahlwurzel tief in Felsspalten vor und kann so auch an exponierten Stellen wachsen.

Hinweise für Gebietsbesuchende

Alpiner Steig

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind erforderlich!

Wegsperre ab Herbst

Der Weg wird im Frühjahr nach Felsräumarbeiten von der Gemeinde Laterns freigegeben. Bitte unbedingt vorher informieren, ob der Weg begehbar ist!

Abfälle und Lärm vermeiden

Lassen Sie keine Abfälle im Gebiet zurück und vermeiden Sie Lärm, der die Tierwelt beunruhigt.

Keine Blumen pflücken

Bitte keine Blumen pflücken oder Pflanzenteile entnehmen.

Kontakt

Regionsmanagement Europaschutzgebiete
Petra Häfele
Jahngasse 9 · 6850 Dornbirn
Tel. +43 (0) 5572 23235 4715 · petra.haefele@naturvielfalt.at