Schöneberg

Die intakten Bergmähder auf dem Schöneberg bei Lech haben einen unermesslich großen kulturellen und ökologischen Wert. In dieser traditionellen Wiesenlandschaft kommen lebensraumtypische Goldhaferwiesen in der Größenordnung von 24 Hektar vor.

Die Bergmähder von Schöneberg © UMG

Herbststimmung auf Schöneberg © RM Europaschutzgebiete

Herbst am Schöneberg © RM Europaschutzgebiete

Die traditionelle Bewirtschaftung der Walser Kulturlandschaft brachte eine immense Artenvielfalt im Gebiet von Schöneberg hervor. Durch die regelmäßige Mahd der teils steilen Hänge entwickelten sich bunte Bergmähwiesen in unterschiedlichesten Ausprägungen. In Hanglage sind magere Ausbildungen mit Elementen der Borstgrasrasen häufig, die mit zunehmender Höhe und extensiver Magerwiesennutzung in artenreiche Büstlingswiesen überleiten. In feuchten Mulden und Verengungen entwickeln sich kalkreiche Niedermoore.

Fakten

Fläche: 47 ha
Höhe: 1.460 bis 1.790 m. ü. A.
Lage: in der Gemeinde Lech am Weg von der Bodenalpe Richtung Bürstegg und Auenfeld
Natura 2000-Managementregion: Walgau-Großes Walsertal-Arlberg

Schutzgüter und weitere bemerkenswerte Arten

Die Schutzgüter des Gebietes sind besonders typische und seltene bzw. gefährdete Lebensräume und Arten, für deren Erhalt das Europaschutzgebiet nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ausgewiesen wurde. Einige dieser Schutzgüter wollen wir Ihnen vorstellen:

Bergmähwiesen

Maßvoll gedüngte Wiesen höherer Lagen sind meist Goldhaferwiesen – die traditionell bewirtschafteten Heuwiesen der Berggebiete. Auffällig ist der violett blühende Wald-Storchschnabel. Die traditionelle Nutzung durch ein bis zwei Schnitte jährlich liefert ein gehaltvolles Bergheu.

Borstgrasrasen

Im Gegensatz zu den Trespenwiesen wachsen Borstgrasrasen eher auf sauren Standorten. Sie fehlen in den unteren, wärmeren Lagen und kommen eher ab einer Meereshöhe von über 800 m vor. Das namensgebende Gras, das Borstgras, hat harte, nadelförmige Blätter, die vom Vieh nur ungern gefressen werden.

Hinweise für Gebietsbesuchende

Naturbeobachtung

Mit einem Fernglas lassen sich die seltenen Wildtiere gut beobachten, ohne sie zu stören.

Abfälle und Lärm vermeiden

Lassen Sie keine Abfälle im Gebiet zurück und vermeiden Sie Lärm, der Tiere beunruhigt.

Wegegebot einhalten

Bitte bleiben Sie auf den gekennzeichneten Wegen.

Keine Blumen pflücken

Damit sich alle Gebietsbesuchenden an der außergewöhnlichen Blütenpracht erfreuen können, bitte keine Blumen pflücken oder Pflanzenteile entnehmen.

Kontakt

Regionsmanagement Europaschutzgebiete
DI Romana Steinparzer
Jahngasse 9 · 6850 Dornbirn
Tel. +43 (0) 5572 23235 4716 · romana.steinparzer@naturvielfalt.at